Anglertreff für Einzelangler 2009 in Torgau

  • von Uwe Pretzlaff
  • 09. Oktober 2009 um 09:07
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Am Mittwoch, den 16. September ging es endlich los nach Torgau. Dort sollten Christoph Barra, Simon Borkowski, Marco Röper, Hauke von Holten und Kevin Ebner, den Landesverband Bremen auf dem DAV Anglertreff 2009 an der Elbe vertreten. Als Betreuer fuhren noch Sören Dercks, Ralf Ebner und ich mit. Somit war die achtköpfige Bremer Jugenddelegation vollständig. Da Christoph und Kevin im Vorfeld die Elbe bei Torgau schon getestet haben, hatten wir im Vorfeld einige sehr wichtige Informationen bekommen. Leider konnte Hauke aus beruflichen Gründen erst am Freitag anreisen. Aber er hat alles nötige von uns erfahren, so dass wir eigentlich sehr gut aufgestellt waren.


Um Brassen dieser Größe ging es an der Elbe bei Torgau

Am Mittwoch wurde gleich nach der Ankunft Futter gerührt und die Caster laufen gelassen, damit wir noch einen Durchgang trainieren konnten. Die Futtermischung stand fest, so dass es auch da keine Probleme gab. An der Elbe angekommen ging es los. Mit 70 gr. bis 80 gr. musste gefischt werden, ohne dass es uns gelang zu blockieren. Aber Fisch war da und so wurden hohe Gewichte an hauptsächlich Brassen, Barben und Güstern gefangen.
Am Donnerstag ging es früh los, da zwei Durchgänge gefischt werden sollten. An diesem Tag erhielten wir ansatzweise neue Futtererkenntnisse, die sich auch am Freitag und am Wochenende während der Veranstaltung bestätigen sollten. Die Montagen wurden noch leicht verändert und Lutscher nachgeordert.


Im Quartier musste noch gebastelt und optimiert werden

Am Freitag wurde dann nur noch ein Durchgang gefischt, da wir unsere gesamten Erkenntnisse von dem Trainingsfischen in einer Mannschaftsbesprechung zusammenfassen wollten. Dies war auch die richtige Vorgehensweise, wie es sich im nachhinein herausstellen sollte. Da am Freitag fast nur Christoph gut gefangen hatte, wurde das Futter für den Wettkampf eingefärbt, Maden für beide Tage gebrüht und die Option das Maden geklebt werden müssen, gezogen
Am Samstag war wenig Fisch an der Strecke. Simon konnte auf dem Endplatz in Sektor A die Pltzf. 2 erarbeiten. Im Sektor B, wo fast der gesamte Jugendkader saß, hat Christoph klar die Pltzf. 1 belegt. In Sektor C hatte Hauke so seine liebe Mühe. Dadurch bedingt, dass er erst spät abends mit seinem Cousin Marco ankam, fehlte ihm doch dass Gefühl für Gewässer und Fisch. So gab es für ihn leider eine Null Nummer.


Nicht bei jedem wanderten Fische in den Kescher

Auch Kevin war in Sektor D mit seinem Platz nicht glücklich. Nach langem loten konnte er ein kleines sauberes Fleckchen Untergrund entdecken. Trotzdem hatte er viele Hänger und war der Verzweiflung nahe. Aber mit einer Pltzf. 6 konnte er noch größeren Schaden abwenden. Marco Röper saß im U 16 Sektor auf Platz E9. Auch er kämpfte mit sehr widrigen Umständen und Hängern, so das für ihn auch nur eine Pltzf. 8 herauskam.
Zusammenfassend stellten Ralf und ich am Abend fest, dass der erste Wettkampftag mit dem fünften Platz des Teams nicht so verlaufen war, wie wir uns es eigentlich erhofft hatten. Im Einzel waren noch Simon und Christoph im „Rennen“. Es wurde einfach nicht von allen das konsequent umgesetzt, was besprochen wurde. Außerdem wurde noch die Taktik, Futter und die Mengenzusammenstellung der Lebendköder verändert. Alle haben wir uns noch mal auf die gemeinsame Taktik eingeschworen. Entweder gehen wir alle unter oder es klappt. Wobei Simon und Christoph auf den Einzelsieg fischen durften.


Sonntag, der Tag der Entscheidung, kurz vor der Vergabe der Plätze

Der Sonntag verhieß Gutes für uns. Die Sonne schien schon am frühen morgen, das Losglück war auf unserer Seite, so das ich sehr optimistisch an die Sache ran ging. Hauke hatte seine Caster bei Marco im Auto liegen lassen, dass ging ja gut los. Schnell habe ich noch aus der Pension unsere eiserne Reserve geholt, damit sie noch pünktlich zur Futterkontrolle bei Hauke sind. Christoph war heute in Sektor A3, neben Robert Grabowski aus Sachsen-Anhalt und Tobias Nett aus NRW. Er fischte sehr souverän seine 3 Stunden runter, konnte aber auch eine kleine Beißflaute von 30 min. nicht überbrücken. Es war klar, dass es sehr eng werden würde, denn Robert und Tobias hatten auch sehr viel Fisch gefangen. So musste Christoph tatenlos zu sehen, wie Tobias Nett mit 400gr. mehr Fanggewicht sich die Pltzf. 1 holte und er mit 8485 gr. mit der Pltzf. 2 begnügen musste.
Im Sektor B1 kämpfte Simon Borkowski  wie ein „Löwe“ um jeden Fisch. Völlig platt und ausgelaugt kam Simon zum Wiegen. Mit 4400 gr. hat er den Sektor beherrscht und sich die Pltzf. 1 erangelt.


Simon Borkowski mit einem schönen Brassen

In Sektor C3 hatte Kevin angeblich wieder mal nicht so das „Loshändchen“ gehabt. Aber anhand des Vortagesergebnisses auf dem Platz, machte ich ihm Mut. Mit Pltzf. 4 und 2246 gr. erkämpfte er sich ein ordentliches Ergebnis, was für die Mannschaft sehr wichtig war. Beim Keschern von einem großen Brassen, verlor er das letzte Kescherteil. Aber ohne zu zögern sprang er ins Wasser, das Kit in der Hand, und drillte den Brassen aus bis er ihn keschern konnte.
Im Sektor D10 hatte Hauke in der Tat nicht den günstigsten Platz erwischt. Also Taktik Ukels angeln, damit nicht alles verloren geht. Neben ein paar Güstern konnte Hauke noch mit 979 gr.die Pltzf. 6 erreichen.
Im Sektor E1 hatte Marco einen Endplatz erwischt. Das sollte aber nichts heißen, denn ein großer Wels stand nicht weit von seinem Platz und war am jagen. Marco war sehr nervös, wurde aber von Sören sehr gut betreut, so das er im laufe der zeit, seine anfängliche Nervosität ablegen konnte.


Wer machte das Wiegenetz richtig voll?

Zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, dass Marco der „ Matchwinner „ für Bremen werden sollte. Simon und Christoph hatten die Ges.Pltzf. 3 und der Sachse Michael Bender hatte am Samstag die zwei gefischt. Leider hatte ich aber die Info, das er heute sehr viele Brassen gefangen hat. So das davon auszugehen war, dass er heute die eins gefischt hat und aufgrund des höheren Gesamtgewichtes Einzelsieger wird. Aber die Rechnung wurde ohne unseren „Kämpfer“ Marco Röper gemacht. Bender hatte 8046 gr. im Setzkescher und alle sprachen schon vom neuen Meister. Es kamen noch zwei zum Wiegen, als letztes Marco. Ich sah schon dass er richtig zu schleppen hatte und der riesige Döbel im Setzkescher blieb mir auch nicht verborgen. Die Fische ins Wiegenetz es liefen 6000gr. durch 7000 und 8000 gr. liefen durch. Bei 9035 gr. blieb die Waage stehen.


Erst bei 9.035 Gramm blieb die Waage stehen.

Das war Platzziffer 1 und das höchste gefangene Gewicht bei der Jugend an beiden Tagen. Aber durch seine eins am heutigen Tage hat er Christoph und Simon zum Gewinner und Vizemeister des Deutschen Anglertreffs verholfen.


Michael Bender, Simon Borkowski, Christoph Barra

Das wir mit der Mannschaft nach Platzziffer 26,5 am Samstag noch den ersten Platz holen sollten, davon hat keiner von uns gewagt zu träumen, da BRB schon mit 19 Pkt. weit weg war. Aber am Sonntag war mit der 13 ein spitzen Ergebnis von der Bremer Angeljugend gefischt worden. Somit sind wir doch noch mit der Mannschaft Gewinner des Anglertreffs geworden. Simon Borkowski hat eine Einladung für das champions-team der Jugend bekommen. Damit sind nach Christoph Barra und Kevin Ebner jetzt drei von der MOSELLA Jugend von Bremen im champions-team der Jugend.


Die erfolgreichste Jugendmannschaft beim Anglertref in Torgau: Die Angler Union Bremen

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