Mit dem Team Niedersachsen am Marschkanal

  • von CT Redaktion
  • 19. Mai 2009 um 06:26
  • 0
Am 25. und 26.04.2009 fischte das Team Niedersachsen den 3. und 4. Durchgang zur Vorbereitung auf den Deutschen Anglertreff 2009. Das Team Niedersachsen setzt sich aus den 16 erfolgreichsten Anglern des DAV Landesverbandes Niedersachsen zusammen.

Der Teamleitung ist es mal wieder gelungen, ein Gewässer in Niedersachsen für die Durchgänge bereitstellen zu können - den Marschkanal in der Nähe von Strehelen. Grundsätzlich fischt das Team Niedersachsen vorzugsweise in Niedersachsen. Leider ist es aus unerklärlichen Gründen aber nur selten möglich, Genehmigungen für Gewässer in Niedersachsen zu bekommen um dort Hegefischen durchzuführen. Dabei ist es für die Vereine sinnvoll, wenn an ihren Gewässern Hegefischen durchgeführt werden, denn dadurch werden die Fischbestände im Gewässer aufgenommen, Durchschnittsgrößen ermittelt und die Fische werden zusätzlich auf Fischkrankheiten untersucht. Außerdem gibt es in vielen Gewässern einen Überbestand an Weißfischen. Diese können dann in neu entstandene Gewässer oder in kormorangeschädigte Gewässer eingebracht werden. Wie auch in Strehelen, die Fische wurden gehältert und in einen Teich, in dem der Fischbesatz durch den Kormoran stark dezimiert wurde, gesetzt.


Dieter Hoge
Dieter Hoge
Der Marschkanal ist ein etwa 120 Jahre alter Kanal, der zur Entwässerung der Umliegenden Felder und Weiden dient. Die Breite des Kanals beträgt etwa 20m, die Tiefe etwa 1,5 bis 2,5m. Der Kanal führt durch mooriges Land, seine Ufer sind nur stellenweise von Schilf bewachsen, Bäume gibt es keine am Ufer. Meist herrscht eine langsame Strömung. Bei Schleusentätigkeit kann es aber vorkommen, daß auf der Kopfrute mit 15gr. gefischt werden muß.

Im Vorfeld wurde von den einheimischen Anglern berichtet, auf den mittleren Plätzen in der Strecke würde nur wenig Fisch kommen, etwa 1,5 bis 2,0kg. So war es jedenfalls in den vergangenen Jahren.

 
Bereits in den Wochen vor dem Fischen waren einige Angler des Team Niedersachsen an der Strecke um Erfahrungen zu sammeln. Auch am Mittwoch vor der Veranstaltung waren bereits die meisten Mitglieder am Wasser. Bei den Trainingsfischen zeigte sich allerdings ein anderes Bild, es wurde überdurchschnittlich gut gefangen. So wurden Gewichte von 3 bis ca. 12kg gefangen. Nur am Freitag vor den beiden Durchgängen wurde Fänge eher mäßig. War dieses die Konsequenz des hohen Angeldrucks und/oder die Reaktion auf das Einbringen der Köder und des Futters? Diese Frage stellten sich nun die verunsicherten Teilnehmer.

Am Samstag fand dann der erste Durchgang statt. Nachdem die Teamleitung die Regeln bekannt gegeben hatte, wurde um 11:55 Uhr gefüttert. Die meisten Teilnehmer cuppten die Anfangsfütterung, einige wenige warfen aber auch ihr Futter auf die Angelplätze. Befüttert wurde die Kopfrutenbahn in 11 oder 13m, die kurze Bahn bei ca. 4 bis 7m und die Matchrute auf der anderen Kanalseite dicht am Ufer. Aber bereits das Training zeigte, die Matchrute spielte hier eher eine untergeordnete Rolle.

Nach dem Startsignal um 12:00 Uhr sah man schon nach den ersten Minuten krumme Ruten und lange Gummizüge, d. h. die Brassen waren wieder auf der Strecke. Das  Durchschnittsgewicht der Brassen lag bei etwa 200 bis 400 Gramm.
Dennis Schilling
Dennis Schilling
Erstaunlicherweise konnten sich die Endplatzangler im 1. Durchgang nicht durchsetzen, es wurde mit je einem Stopper auf jeder Seite gefischt. Erfolgreichster Angler war Oliver Bürger vom AC Suletal auf Platz 6 mit 10.600gr., gefolgt von Torsten Renner (Sensas Team Cornau) auf Platz 13 mit 10.560gr., dritter wurde Lukas Reichenbach, ebenfalls vom AC Suletal, auf Platz 1 mit 9.500 Gramm.

Andreas Pleuss   Andreas Pleuss
 Benjamin Schröder
Benjamin Schröder

Alle Angler gingen dann am Sonntag mit großen Erwartungen in den 2. Durchgang. Nach der Anfangsfütterung war es allerdings bei vielen äußerst ruhig und es wurden nur wenige Fische gefangen. Es war also alles anders als am Vortag. Lag es daran, weil das Wasser „stand“, denn am Vortag mußte mit etwa 4gr. gefischt werden?

Heiko Friedrich
Heiko Friedrich

Das waren zwei völlig unterschiedliche Durchgänge an beiden Tagen. An einem Tag gab es sehr viel Fisch, an dem die Fische viele Köder im Futter wollten, an Tag 2 mußte jeder Fisch mühsam eingesammelt werden.
Trotzdem wurden natürlich Fische gefangen. Sieger am 2. Tag wurde Jens Nitefeld vom AC Suletal auf Platz 16 mit 5.920g, gefolgt von Dieter Oelstrom (Sensas Team Cornau) auf Platz 13 mit 4.840g, der Drittplazierte war Andreas Pleuss vom AC Suletal auf Platz 15 mit 4.100 Gramm.
D. Oelstrom; D. Hoge; O. Buerger
Die strahlenden Sieger
Am ersten Tag war es äußerst wichtig, für die Brassen den Köder ruhig und sauber zu präsentieren, daher wurden von vielen Anglern Lutscherposen mit 2 oder 3 Punktbebleiungen bevorzugt.

Die Vorfachlänge variierte zwischen 20 und 40cm mit einer Hakengröße von 16 bis 20. Erwartet wurde im Vorfeld ein reines Mückenangeln, dieses war aber nicht so. Am 1. Tag waren die besten Köder ganz eindeutig Pinkies oder Maden, während es am 2. Tag ein Köderkombi aus Pinkies und Mücke war.

Team Niedersachsen
Das Team Niedersachsen 2008 / 2009

Nach den vier Durchgängen des Team Niedersachsen haben sich die ersten 5 Angler für den Deutschen Anglertreff in Torgau an der Elbe empfohlen.

Zur Auswertung

Werbepartner