Die Club WM 2012 in Portugal

  • von ct Redaktion
  • 18. Juni 2012 um 10:02
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Eins vorweg, wir hatten ein Ziel vor Augen, wir wollten bei dieser Club WM in Portugal eine Platzierung unter den ersten 9 erreichen – einstellig sollte es sein. Dieses Ziel wurde erreicht, darüber hatten wir uns riesig gefreut und sind sehr stolz auf diesen Erfolg.

Die Ausrüstung für Portugal
Die Ausrüstung für Portugal


Am Donnerstag gegen 18:00 stand die Eröffnungsfeier an, pünktlich gegen 16:00 trafen weitere 8 Köllerbacher Fans bei uns ein. Sie wollten das besondere Ereignis Club WM 2012 nicht verpassen. Ab mit den Fans in DAV Trikots, ein schnelles Gruppenbild geschossen aus unserer Unterkunft mit Blick auf See.

Und weiter ging es zur Eröffnungsfeier
Und weiter ging es zur Eröffnungsfeier


Wir gingen durch kleine abgezweigte Strassen und waren sichtlich überrascht, das erste Schild das wir lasen, war Alemanha, welches von einem jungen Mädchen stolz präsentiert wurde.

Das Schild Alemanha wurde stolz von einem jungen Mädchen präsentiert
Alemanha - wir kommen...


Dank des Alphabetes waren wir schon mal ganz vorne zu sehen. Und dann ging es auch schon los,  ca. einen Kilometer durch die kleinen Strassen zur Eröffnungsfeier. Dort angekommen, wurden wir in freundlicher portugiesischer Art und Weise begrüßt. Im Team wurden wir vorgestellt und im Anschluss wurde für uns die deutsche Nationalhymne gespielt, welche wir mit Würde voller Stolz mitsangen.

VL: Martin Speicher ; Heiko Fritz ; Jan folz ; Peter König ; Peter Kirsch ; Michael Raber ; Gernot Kügler ; Stefan Bär ; Thomas Del Fabro
VL: Martin Speicher; Heiko Fritz; Jan folz; Peter König; Peter Kirsch; Michael Raber;
Gernot Kügler; Stefan Bär; Thomas Del Fabro


Danach verabschiedeten wir uns von der Bühne und bewunderten die nachfolgenden Nationen. Wir sahen viele hochkarätige Angler und wussten uns bald mit ihnen messen zu dürfen.

Kommen wir zu Taktik:
Die Taktik um auf dem begehrten Treppchen zu landen, war für die topp Teams schnell ausfindig gemacht. Es sollte ein Fischen auf Schneider werden.
Wir hatten dies auch erkannt, waren uns auch einig, mit Schneiderangeln werden wir unser Ziel einstellig zu bleiben erreichen können, im besten Falle wäre ein Platz 7 oder 8 noch drin gewesen – mehr aber nicht. In jedem Falle eine gute Option.

Maden waren der Köder Nr. 1


Uns war aber auch klar, unsere Stärken lagen im beangeln auf die kampfstarken  Karpfen und Barben, hier kamen wir bestens zurecht und hier witterten wir unsere Chancen. Wir waren uns sicher, mit dieser Taktik ebenfalls einstellig zu bleiben. Erhofften uns aber, sollte es optimal laufen, noch weiter vorne zu landen. So entschlossen wir uns auf die etwas riskantere Variante der großen Schuppenträger zu setzen.

Thomas Del Fabro sammelte die Waggler wieder ein
Thomas Del Fabro sammelte die Waggler wieder ein


Im offiziellen Training konnten wir im fischreichen Sektor A am 2. Trainingstag unsere Drilltechnik perfektionieren. An diesem Trainingstag konnten 3 Angler jeweils Gewichte von über 10 kg fangen.
Peter König, der sehr viel auf der Strecke unterwegs war, sollte am Nachmittag für seine Mühen belohnt werden. Er durfte auch mal ran. Recht schnell machte er sich mit der Angelart vertraut und landete seinen ersten Karpfen.

Michael Raber mit einigen kampfstarken Karpfen
Michael Raber mit einigen kampfstarken Karpfen


Wir hofften natürlich, dass die Schneider sich abschwächten und sich mehr große Fische auf der Strecke einfinden würden. Aber es sollte anders kommen, die Schneider blieben fast durchweg in großen Mengen und die großen Fische machten sich, zumindest in den Sektoren C, D und E sehr rar.
Hingegen in den beiden Sektoren A  und B, waren die größeren Fische ausreichend vorhanden. Hier erzielten wir auch durchweg gute einstellige Ergebnisse. Am ersten Tag eine 7 und eine 5, am zweiten Tag eine 6 und 2. Man muss dabei erwähnen, dass die Sektoren nicht geteilt wurden. Pro Sektor angelten alle 20 Nationen.

Gernot Kügler mit einem schönen Karpfen
Gernot Kügler mit einem schönen Karpfen


Leider lief es in den anderen 3 Sektoren nicht so optimal, hier waren weniger große Fische auf der Strecke. Die entscheidenden Fische waren alle am Haken, aber leider gingen einige davon verloren. So wurde es anstatt einer 3 schnell eine 13, aber so ist das halt, hier braucht man auch ein gewisses Quentchen Glück.

Kurze Beratung zwischen Peter Kirsch und unserem Kapitän Michael Raber
Kurze Beratung während des Durchgangs zwischen Peter Kirsch und unserem Kapitän Michael Raber


Und schon sollte es klappen, Peter Kirsch im Drill mit einer kampfstarken Barbe. Am Ende konnte Peter die Barbe am Tag 1 sicher landen.

Peter Kirsch im Drill
Peter Kirsch im Drill


Das beste Sektorenergebnis konnte unser Jan Folz erzielen. Sicher kescherte Jan seinen ersten Karpfen an Tag 2.

Jan Folz am 2 Tag
Jan Folz am 2. Tag


Am Ende sollten es viele Karpfen sein, am 2. Tag fischte er eine 2 im Sektor und verwies  Jacopo Falsini auf die 3.

Jan Folz
Jan Folz


Am Tag 1 lagen wir mit 47 Punkten nur 7 Punkte hinter Platz 5. Da sollte doch noch was drin sein. Unsere Taktik sollte sich nicht großartig verändern, nur das wir alle die erste viertel Stunde auf Schneider angelten, weil in dieser Zeit nie ein Großfisch gefangen wurde. Danach wollten wir uns, wie gehabt, den Karpfen und Barben widmen. Leider endete der Tag 2 mit weiteren 52 Punkten, in Summe 99 Punkten – das Glück war uns wieder nicht holt.  Nun sah man uns erstmalig die Enttäuschung in den geschundenen Körpern an.

Jan Folz mit Jacopo Falsini vom italienischen Siegerteam
Jan Folz mit Jacopo Falsini vom italienischen Siegerteam


Doch dann die Endauswertung: Nation Germany ASG Köllerbach Platz 9 mit 99 Punkten.

Die Enttäuschung von eben wie weggeblasen, der Jubel war groß, wir lagen uns in den Armen und waren alle überglücklich. Die ein oder andere Freudenträne war zu sehen. Am Ende sollten wir doch noch belohnt werden – wir waren einstellig geblieben - hurra!!

Vielleicht für den ein oder anderen in Deutschland zu wenig, aber man sollte nicht vergessen. Hier ist keine Nationalmannschaft aus Deutschland angereist, hier angelten die Jungs von und aus Köllerbach, für die es eine Ehre war, Deutschland und den DAV in Portugal vertreten zu dürfen. Wir sind stolz die 9 beste Clubmannschaft der Welt zu sein!! Und wir wissen alle, dass die Platzierung hätte weitaus besser ausfallen können – aber wir trauern nicht nach, sind zufrieden mit dem erreichten.

Unterm Strich war es eine wundervolle Zeit in Portugal, wir hatten sehr viel Spaß, daneben hart gearbeitet und sehr viel dazu lernen können. Auch unsere Fans konnten es kaum glauben und so mancher durfte sich freuen, einen Schnappschuss mit einem Weltstar landen zu können.

Will Raison und Christian Ewen
Will Raison und Christian Ewen


Zudem lernten wir viele nette Menschen kennen, teilweise haben sich sogar Freundschaften gebildet.
Viele unserer DAV Trikots konnten die Reise nach Deutschland nicht mehr antreten. Sie waren sehr begehrt und schmücken heute mit unseren Unterschriften die Clubheime portugiesischer Anglerheime, Freunde und das Lokal unserer schönen Unterkunft. Eines haben wir gespürt, Deutschland wird immer wieder gerne in Portugal willkommen sein.

Das Siegerteam Italien
Das Siegerteam Italien


Ergebnisse (PDF)

Nun werden wir wieder unsere Kräfte sammeln und sehen uns beim nächsten DAV Angeltreff wieder.

Diese und weitere Bilder findet ihr in unserer Galerie

Euer Team aus Köllerbach.
Jan Folz, Stefan Bär, Peter Kirsch, Thomas Del Fabro, Heiko Fritz, Michael Raber und Gernot Kügler

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