Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

  • von ct Redaktion
  • 04. Juni 2014 um 14:34
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Endergebnis der 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

Hohe Temperaturen und weniger Fische als im gestrigen Durchgang zeichneten den heutigen Tag aus. Das deutsche Team angelte nach unbestätigten Angaben heute die nachfolgenden Platzziffern und dürfte damit die Platzierung +/- zwei Plätze von gestern verteidigt haben.

Ralf Herdlitschke 7
Rainer Wenzel 3
Heiko Schmidt 6
Lutz Schenke 7
Chris Weiß 11

Wir warten auf das Mannschaftsergebnis und den neuen Weltmeister der Vereine.

Auch noch inoffiziell:

1. Slowakei
2. Ungarn
3. Russland
4. England
5. Serbien
6. Belgien
7. Frankreich

 

Ergebnisse Tag 1 der 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

3 x 2 Punkte und 2 x 15 Punkte angelte das deutsche Team heute im ersten Durchgang der Club WM und das könnte für einen Platz im ersten Drittel des 30 Mannschaften starken Teilnehmerfeldes reichen. Gefischt wurde in Halbsektoren und das sind die Einzelplatzierungen unserer Mannschaft:

Heiko Schmidt 2
Chris Weiß 2
Rainer Wenzel 2
Ralf Herdlitschke 15
Matthias Kemmereit 15


Heiko Schmidt heute mit starken 2 Punkten


Ralf Herdlitschke heute leider auf einem Platz auf dem nichts ging. Normalerweise fischt Ralf auch international auf schlechten Plätzen noch ein ordentliches bzw. einstelliges Ergebnis, doch heute ging trotz aller Bemühungen und intensiver Betreuung überhaupt nichts. Es war bekannt, dass es einige sehr schlechte Plätze an der Strecke gibt, doch dass es so schlimm kommen würde, hätte keiner im Vorfeld gedacht.

Die Mannschaftsergebnisse nach Tag 1


Die Sektorenergebnisse des ersten Durchgangs gibt es: HIER



Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien


Am 7. und 8. Juni 2014 findet in Radece in Slowenien die 34. Club Weltmeisterschaft statt. 30 Teams aus ebenso vielen Ländern haben zur WM gemeldet und aus Deutschland startet das Fishing-Team-Brandenburg /Stipp-Profi mit Ralf Herdlitsche, Lutz Schenke, Heiko Schmidt, Chris Weiß, Rainer Wenzel und Matthias Kemmereit. Teamchef ist Michael Weiß und als Betreuer fungieren Gisela Wenzel, Steffi Bloch, Rene Schmidt und Andreas Dalcke.
Einige namhafte Angler sind Radece am Start. Aus England mit den Barnsley Blacks der fünfmalige Einzelweltmeister Alan Scotthorne sowie Nationalmannschaftsmitglied Lee Kerry und für die holländische Mannschaft starten Arjan Klop und Jo Adriolo. Zu den Favoriten gehören sicherlich die Teams aus Italien, Ungarn, England und Serbien, doch auch das deutsche Team kennt die Strecke von vergangenen Veranstaltungen sehr gut und eine gute Platzierung wäre keine Überraschung.

Aus Slowenien bericht von der Club WM Gisela Wenzel:

Mit diesem Bericht wollen wir euch einen kleinen Einblick in die Vorbereitung und Durchführung der Club-WM in Radece geben. Ich versuche euch ca. alle 2 Tage über das Training und das Angeln zu informieren.



Update Training 05. 06. und 06.06.2014

05.06.2014, Box 18

Wieder erwartete uns eine schwer zu beangelnde Wassertiefe für die 7 Teile benötigt wurden. Große Steine in der 13 Meterspur machten das genaue Loten schwer. Die Sava war etwas trüber als an den letzten Tagen. Nachdem die Engländer in den letzten 2 Tagen in der Anfangsfütterung keine geklebten Maden ins Wasser eingebracht und trotzdem größere Fische gefangen hatten, haben auch wir eine neue Taktik gestartet. Bei uns sollten nur 3 Teammitglieder geklebte Maden verwenden und außerdem sämtliches Futter und die weiteren Köder cuppen. Die anderen 3 Teammitglieder verwendeten keine geklebten Maden und sollten ihr Futter werfen, um zu sehen, ob sich das Beißverhalten zu den vorangegangenen Tagen verändert. Ralf, der praktisch ständig kleine Bälle fütterte, fing kontinuierlich bei fast jedem Trieb kleine Nasen. Matti hatte zwischendrin auch Bisse von größeren Nasen, konnte aber leider nur zwei landen. Lutz fing mit stoischer Ruhe und konnte sich auch ab und an über eine größere Nase freuen. Am besten kam Rainer zurecht, was im hoffentlich einen Platz in der Mannschaft sichert.

Die Fänge beliefen sich am vierten offiziellen Trainingstag zwischen 1,6 kg bis 3,5 kg. Hiermit liegen wir wohl im Mittelfeld. Ich habe mit verschiedenen anderen Nationen gesprochen, die meinen Eindruck bestätigten.

In Box 5 waren die Italiener am Zug. Ihr bester Angler über die gesamten Trainingstage, Stefano Premoli, überzeugte auch dort mit einem Fanggewicht von 5 Kilo mit sehr schönen Karauschen. Mal sehen, ob wir von ihm am Ende der beiden WM-Tage auch noch etwas hören.
Trotzdem waren die Italiener sehr enttäuscht, dass es in ihren Augen „nicht so gut“ lief. Vor 2 Tagen hatten sie in Box 22 noch 6 bis 9 Kilo zur Waage gebracht. Seit gestern Abend ist der Präsident der FIBS, Claudio Matteoli da, der seine Landsleute sicher moralisch unterstützen wird. Was aber alle bestürzt hat, ist die Tatsache, dass den Italienern das Auto, das in der Tiefgarage ihres (Nobel-) Hotels stand Mittwochnacht aufgeschnitten wurde und sämtliche Angelruten im Wert von rd. 15 Tausend Euro gestohlen wurden. Dies ist umso bedauerlicher, weil dies im letzten Jahr bei der Damen–WM im gleichen Hotel den Belgischen Anglerinnen passierte.

Hier kann man nur hoffen, dass die Italiener noch rechtzeitig vor dem Wettkampf mit Ruten versorgt werden können.

Die Norweger in Box 22 haben 2,7 Kilogramm gefangen. Während wir ja überwiegend Kanalangler sind, angelt dieses Team in der Regel im Fluss Glomma, der für einen guten Bestand an starken Fischen bekannt ist.

Gestern haben sich die Engländer (diesmal in Box 16) an unseren Tests orientiert, da sie ja am Tag zuvor direkt neben uns saßen. Ein Engländer hat ständig die Ukelspur befüttert und zeitweise auch darauf geangelt. Allerdings sind die Ukelei auch für die Engländer keine Option, denn nach meinen Beobachtungen wurden in 10 Minuten nur 12 Ukels mit einem Gewicht von je rd. 10-15 Gramm gefangen. Das ist definitiv zu wenig, um mit den rd. 100-150 Gramm Nasen zu konkurrieren. Der relativ junge Engländer Matt Godfrey scheint am besten zurecht zu kommen, hat er doch die eine oder andere größere Nase an den Haken bekommen.

Bei den Holländern ging überraschender Weise ein Wels von geschätzten 1,5 Meter (!!) an die Angel von Jo Adriolo. Nach einem nervenaufreibenden Drill von 1 Stunde und 10 Minuten riss das Vorfach und der Riese konnte leider nicht gelandet werden. Das Höchstgewicht betrug bei den Holländern in Box 26 daher „nur“ 6,5 kg.

Bei den belgischen Angelkollegen kristallisiert sich als zurzeit bester Petrijünger Pierre-Francois Deschepper heraus, der im Training häufig das Höchstgewicht fing. Gestern waren es in Box 11 gute 4 Kilo, wobei das Durchschnittsgewicht bei 2 Kilo lag. Daneben hatten die Schweden in Box 12 auch rd. 2 Kilo als Höchstgewicht.

Am Nachmittag kamen die Vereinskammeraden Steffi Bloch, Rene Schmidt und Andreas Dalcke mit frischen Ködern für die Wettkampftage, extra aus Deutschland angereist, um ihre Teamkollegen zu unterstützen und zu betreuen. Großen Dank an die Drei!
Abends war dann die offizielle Eröffnung. Die Radecer Vereine hatten sich viel Mühe gegeben und eine Tanzvorführung organisiert. Die örtliche Blaskapelle spielte verschiedene Heimatlieder.

Eins scheint aber in Europa noch immer nicht zu klappen, die deutsche Fahne war - wie schon so oft – falsch herum aufgehängt. Wir haben das am Ende der Veranstaltung diskret geändert, um unsere Gastgeber nicht in Verlegenheit zu bringen und konnten dann noch ein schönes Foto machen.

06.06.2014, Box 30 Endplätze!!

Super Sonne, Wasser wieder klar und nur 4-5 Teile
Heute wird der Bericht deutlich kürzer, da noch vieles für Morgen vorzubereiten ist. Eins ist jedoch klar, hier ist die Angelei wieder ganz anders als in den Tagen zuvor von uns beangelten Boxen. Leichte Posen von 1,5 bis 2 Gramm mit dünner Antenne. Während Heiko und Lutz unbedingt kleine Haken (20 – 22 er) einsetzten, versuchten Rainer, Matti und Chris mit 16 er bis 18 er Haken die großen Nasen zu fangen. Auch die Beköderung variierte bei den Teammitgliedern, mal waren 3-4 Maden angebracht, mal durfte nur 1 Mücke am Haken sein, um so den Fisch zu überlisten. Die Fische nahmen den Köder und spuckten ihn sofort wieder aus. Hier zur richtigen Zeit den Anhieb zu setzen, war schon schwierig, häufig kam der Köder total ausgequetscht aus dem Wasser. Aber unsere Jungs kamen damit gut zurecht.
Während zum Ende der Trainingszeit Ralf, Rainer und Chris für morgen noch Material vorbereitet haben, konnten die Teamkollegen Andreas, Rene und der Kapitän Micha auf deren Angelplätze auch ein paar schöne Exemplare aus dem Wasser ziehen. Insgesamt waren die Nasen in diesem Sektor deutlich größer.
Alle fingen schöne Fische und die Gewichte lagen zwischen 4 und 9 kg.

Zum Ende wurde dann noch das Team festgelegt, das morgen den ersten Wettkampftag bestreiten soll. Nachdem Lutz von sich aus nicht angeln wollte, weil er nach seiner Einschätzung nicht auf die großen Fische gekommen ist, besteht das Team nun aus den Anglern in folgenden Sektoren:

Chris Sektor A (flacher Bereich, 4-5 Teile),
Ralf Sektor B (flacher Bereich, 4-5 Teile),
Heiko Sektor C (tiefer Bereich 7 Teile),
Rainer (tiefer Bereich 7 Teile) und.
Matti (flacher bis tiefer Bereich 5-7 Teile je nach Losnumer).

Drückt uns für Morgen die Daumen, wir brauchen eure Unterstützung!

Liebe Grüße

Gisela



Update vom Training - 04.06.2014, Box 11
:

Und wieder eine Wassertiefe von 7 Metern. Neben uns in Box 12 die Engländer – hier können vielleicht noch etwas lernen. 2 Engländer werfen 12 bis 14 Ballen mit wenig Mücken auf die 12 Meter-Distanz. Anschließend wurden noch 20 bis 24 Bälle Futter mit vielen Ködern (rote und weiße zum Teil tote Maden) gekappt.  Dann wurde der Angelplatz erst mal eine Stunde in Ruhe gelassen und nicht mehr befüttert.

Da die Boxen hier relativ klein sind und nur jeweils nur 5 vorbereitete Podeste für die Angler zur Verfügung stehen, entschied sich Ralf, dass er heute die Strecke beobachtet und nicht angelt. Heiko erhält den Auftrag mal mit der Bolo auf einer Distanz von ca. 25 Metern zu fischen. Rainer sollte auf der 11 Meter-Distanz sein Glück versuchen und Michael hat direkt neben Matthi mit der kurzen Rute auf Uckelei probiert. Die anderen angeln wie gehabt auf 13 Meter. Der Untergrund ist wegen der großen Steine katastrophal und sehr schwer zu befischen. Wir fangen Gewischte zwischen 2,8 kg bis 4 kg; Micha auf dem Gartenstuhl fängt 1,8 kg Uckelei.

Wir hörten nach dem Ende des Trainings, dass ein Österreicher heute einen Brassen von gut 3 Kilo gefangen hat! Im Schnitt werden auf der Strecke 1 kg bis 8 kg gefangen.

Bis dann, morgen Abend ist offizielle Eröffnung!
Liebe Grüße

Gisela


 

Update vom Training - 03.06.2014, Box 4:

Bei einer Wassertiefe von ca. 4,50 fühlten sich die Jungs wohler, als am ersten Trainingstag; ist es doch ein bekanntes Terrain. Die Anfangsfütterung haben wir leicht verändert, diesmal wurden 13-15 Bälle Futter geworfen und 4-6 Bälle geklebte Maden gekappt. Die Bisse unterschieden sich nicht vom ersten Tag. Wieder beißen kleine Nasen, Rotaugen und vereinzelt auch Uckelei. Nach knapp 20 Minuten fängt Ralf die erste größere Barbe und setzt dann gleich noch zwei nach. Nach gut einer Stunde geht durch Rainers Rute ein Ruck. Wir können es kaum glauben, ein 2,1 Kilo großer Brassen. Nach rd. 2 Stunden lässt die Bissfolge wieder deutlich nach. Die Fänge belaufen sich am zweiten offiziellen Trainingstag zwischen 1,5 kg bis 4 kg.

Ralf Herdlitsche

In Box 1 waren die Slowenen zu Gange. Dort hatten die ersten 3 Angler eine Wassertiefe von 3-4 Rutenteilen; die restlichen 3 Teammitglieder fischten mit 4-5 Rutenteilen Wassertiefe. Dort brodelte das Wasser! Ständig bissen größere Nasen und schöne Karauschen von rd. 1,5 bis 2 Kilo Gewicht. Als Köder kamen überwiegend Mücken und manchmal auch ein kleiner Wurm zum Einsatz.
Die Box konnte jedoch für uns kein Maßstab sein, dort stehen die Fische immer, wie mir Einheimische anvertraut haben.  

Eine halbe Stunde vor Schluss trifft uns noch ein gewaltiges Gewitter mit Blitzen und Donner und ein fürchterlicher Regenguss, sodass alle die Angelei unterbrechen müssen. Glücklicherweise ist nicht passiert! Der Regen verzieht sich und das Wetter wird wieder schön.


 

Da das Damennationalteam im Jahr 2013 an der gleichen Strecke bereits eine WM geangelt hatte und einige Vereinskameraden die Damen seinerzeit betreut hatten, sind wir hinsichtlich des benötigten Futters, der Köder und der Angeltechnik schon ein wenig im Bilde und glauben ungefähr zu wissen, was uns erwartet.
Die Zava ist erstaunlich klar, man kann ca. 2 Meter tief sehen. Der Fluss fließt langsam, im „flachen“ Wasser (4,5 Meter tief) werden Posen von 2-6 Gramm gefischt, bei tieferen Strecken werden sogar Lutscher bis 12 Gramm aufgebaut.

Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

Die ersten vier und der Kapitän des Teams treffen schon Himmelfahrt ein und kümmern sich um Angelkarten für die inoffiziellen Trainingstage und die Strecke. Dort treffen wir auf die Engländer und Italiener, die noch früher angereist sind um das Gewässer zu testen. 2 Tage später kommt der Rest des Teams, so dass wir ab Sonntag, den 01.06.2014 komplett starten können. Erste gute Fänge lassen hoffen:

Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien


02.06.2014, e
rster Tag in der Box 23 von 30.

Uns erwartet eine Wassertiefe von rd. 7,5 Meter, das heißt – für alle ungewohnt – mit 7 Teilen zu angeln und 2 Rutenteile abzustecken. Sehr anstrengend, aber nach der Anfangsfütterung (10 Bälle Futter geworfen und 4 Bälle geklebte Maden gecuppt) geht es relativ schnell los, bis der erste Biss kommt. Zuerst beißen kleine Nasen, Rotaugen und vereinzelt auch Ukelei. Die großen Barben lassen noch auf sich warten. Nach rd. 2 Stunden lässt die Bissfolge deutlich nach. Die Fänge belaufen sich am ersten offiziellen Trainingstag zwischen 1,8 kg bis 4,5 kg – das ist deutlich zu wenig, hier müssen wir noch nachlegen! Matthi zeigt uns, dass es hier auch größere Fische gibt und fängt eine schöne Nase:

Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

Chris sorgte für das Abendessen – er fing doch tatsächlich 2 gute Forellen!

Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

Die hat sich dann Familie Weiß zum Abendbrot schmecken lassen – lecker!!

Vorbericht zur 34. Club Weltmeisterschaft in Slowenien

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