Jugendweltmeisterschaft 2015 in Serbien

  • von Brian Überleer
  • 09. September 2015 um 08:00
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Knapp daneben ist auch vorbei...

Bericht zur Jugendweltmeisterschaft 2015 in Serbien

Viele Informationen zum Fischen, welche eigentlich essentiell sind, gab es im Vorfeld der diesjährigen Jugendweltmeisterschaft in Serbien/ Smederevo leider nicht. So reisten mehr oder weniger alle Teams, ausgenommen natürlich die Heimmannschaften, mit einer leichten Ungewissheit an, was einen letztlich erwarten sollte.

Trotz des recht unbekannten Gewässer erhielten wir jedoch alle eine kleine Einweisung von Thomas Engert über die vermutlich vorherrschenden Bedingungen am Steelworkscanal in Smederevo.

Demnach sollte es sich um eine sehr diffiziles Angeln auf kleine Rotaugen, F1 und Sonnenbarsche handeln. Um jedoch eine der vorderen Platzierungen zu ergattern, sollte sich schon der ein oder andere Bonuskarpfen im Netz wiederfinden.

Mit diesen Informationen im Gepäck, machten sich schließlich die U23, bestehend aus Kevin Ebner, Daniel Michelhans, Andre Gutperle, Tom Wenzel und Thorben Wiese, sowie die U18 , bestehend aus Nick Unger, Michell Babick, Florian Wenzel, Johannes Niemerzia und Brian Überleer auf den langen und ziemlich steinigen Weg.

Dem Umstand geschuldet, dass Serbien zur Zeit nicht der Europäischen Union angehörig ist, lag zumindest eine "Nicht"-EU-Grenze auf der Fahrtroute, was uns noch den einen oder anderen Nerv kosten sollte. Nach bereits sehr anstrengend langen Autofahrten aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands und der Durchquerung verschiedenster Länder, wie bspw. Tschechien, Slowakei oder Ungarn, erreichten schließlich alle Angler den im Vorfeld berühmt berüchtigten Ungarisch- Serbischen Grenzübergang. Über acht Stunden Wartezeit schienen hier mehr die Regel als die Ausnahme zu sein. Zudem bereiteten die Einfuhrbeschränkungen in Bezug auf Köder oder Futter dem einen oder anderen Angler einige Probleme - zum Glück keinem von Uns! So trafen wir nach durchschnittlich 24 Stunden Fahr- und Stehzeit im 1500 Km entfernten Smederevo ein. Als wir dann in einem Gespräch mit einem englischen Angler erfuhren, dass diese ca. 50 Stunden unterwegs gewesen seien (Eurotunnel), schien uns unser Schicksal noch wohlgesonnen.

Nun aber zum Angeln:

Der Steelworks Canal ist ein ca. 35m breiter, künstlich angelegter Kanal, welcher durch eine Schleuse mit der Donau verbunden ist. Somit konnte der Kanal geflutet werden, wodurch eine künstliche Strömung erzeugt wurde. Dies wurde hauptsächlich gemacht, um die teilweise riesigen Felder von schwimmenden Wasserpflanzen zu beseitigen, welche ein Angeln im Training zeitweise unmöglich machten.

Der Steelworkscanal in Smederevo

Die Artenvielfalt an Fischen war in diesem Kanal wirklich kaum zu übertreffen. Von Katzenwelse über Barben, Sonnenbarschen, Karpfen jeglicher Art und den normalen Weißfischen wie Rotaugen, Brassen und Karauschen war alles vertreten. Selbst der eine oder andere Hecht machte sich am Köder zu schaffen.

Trotz der oben beschriebenen Artenvielfalt war es jedoch nicht einfach ein gescheites Gewicht zu erreichen.

Im Laufe der Trainingswoche kristallisierte sich immer mehr heraus welch eine gewichtige Rolle die bereits erwähnten Karpfen spielen sollten. Wir probierten viel aus und ließen verschiedensten Angler mit unterschiedlichen Strategien zu Werke gehen, um die erfolgreichsten Methoden und Vorgehensweise zu ermitteln und Fehler zu minimieren. Im Grunde war es eine einfache Rechnung. Aufgrund der schwierig zu fangenden Karpfen war es nicht jedem im Sektor möglich einen solchen zu fangen. Wir kalkulierten mit 2 - 4 Karpfenfängern pro Sektor.

Andre im Drill

Danach fanden sich alle diejenigen, welche es verstanden in hoher Geschwindigkeit kleine Fische einzusammeln, welche bis zu 10 Gramm wiegen sollten. War man gut unterwegs, so erreichte man ein Gewicht zwischen 1,2 und 1,6Kg. Vorausgesetzt man fing ab und an einen Fisch von 50 Gramm. Dahinter sollten sich alle diejenigen finden, welche entweder zu wenig Kleinfisch fingen oder einige der erfolglosen Pokerspieler, wie wir sie nannten. Diese fischten die gesamte Angelzeit stur auf der langen Kopfrute auf Karpfen.

Aus dieser Prognose schmiedeten wir nun einen Plan für die beiden Wertungsdurchgänge.

Die U18 ging folgendermaßen vor:

Die U18 (es fehlt Michell Babick)

Wir befischten die lange Kopfrute auf 11,5m (Cips u18 Maximallänge) und die kurze Spur mit 5-6 Teilen auf die winzigen Skimmer, Karauschen und Rotaugen. Zudem wurden reservemäßig die Speedruten für Ukelei mit aufgebaut.

Die Gerätezusammenstellung war ebenfalls ein entscheidender Punkt. Beim Fischen auf die teilweise sehr kampfstarken Karpfen waren Hauptschnüre zwischen 0,16mm und 0,20mm eigentlich Pflicht. Dementsprechend waren Vorfächer ab 0,14 ebenso eine gute Wahl. Dass jedoch auch ein 14er Vorfach gesprengt werden konnte, durfte ich am eigenen Leib im 1. Durchgang erfahren. Dazu aber später mehr. Wir fischten Schwimmer mit Gewichten von 0,8 bis 2 Gramm auf Karpfen. Hierbei war lediglich zu beachten, dass die Pose den enormen Kräften im Drill standhalten konnte. In Kombination mit einem stabilen Haken der Größe 14 war man auf der sicheren Seite.

Den passenden Gummizug hatte man gefunden, wenn der Karpfen diesen nicht abriss, jedoch die erste Flucht bis auf die andere Seite des Kanals machen konnte. Hauptsächlich sah man weiße, blaue oder schwarze Daiwa Hollows.

Die kurze Spur musste im Gegensatz dazu relativ fein befischt werden. Hauptschnüre um 0,11mm , gepaart mit 0,8mm Vorfächer schienen die richtige Wahl zu sein. Die verwendeten Posen besaßen Tragkräfte zwischen 0,3 und 1Gramm, wobei 0,6 Gramm die besten Resultate hervorbrachte. Ein Stahlkiel und eine feine Glasfiberantenne schien mir persönlich die beste Zusammenstellung zu sein. Gummizüge der Stärke 3 oder 4 waren optimal um die feinen Haken um Größe 22 nicht aus den Mäulern zu reißen, wenn man versuchte 2-3 Fische die Minute zu fangen.

Unsere Futtertaktik war bis auf wenige Abweichungen analog zu der U23. Wir cuppten zunächst auf die Lange Spur eine Mischung aus Carassio, Gros Gardons und Etang im Verhältnis 70/30 mit schwerer Erde. Es wurden ca. 10-12 Ballen, versetzt mit toten Maden, einige Würmer, Mais und wenigen kleine Mücken  punktgenau abgeladen. Die kurze Spur wurde mit 4 Ballen einer Mischung aus Etang und Canal fine Motur gefüttert. Je nach dem, wie die fischen reagierten, mischten wir noch Terre de Somme unter das Futter, um den Nährwert zu senken und eventuell eine Wolke zu stellen. Im Kleinfischfutter waren lediglich kleinen Mückenlarven und einige Pinkis enthalten. Nachgefüttert wurde regelmäßig im 15 Minutentakt, wobei auf der langen Bahn auch immer wieder lose Maiskörner gecuppt wurden.

1. Durchgang:

Am Freitagmorgen sollte dann der erste Durchgang am Steelworkskanal in Smederevo stattfinden. Die Strecke war für die diesjährige WM optimal vorbereitet. Jeder Angler fand einen ausgebaggerten Platz vor, welcher so gut wie ebenerdig mit der Wasseroberfläche war. Bei dem ansonsten ziemlich steilen Ufer war dies wirklich eine sehr lobenswerte Maßnahme.

Kadermanager Herry Panno hatte für die U18 die folgende Sektorenverteilung gelost:

A: Johannes Niemerzia

B: Nick Unger

C: Michell Babick

D: Brian Überleer

Nachdem pünktlich um 8.00 Uhr das Signal zum Betreten der Sektoren zu hören war, begannen alle ihren Angelplatz optimal auf den bevorstehenden Durchgang vorzubereiten. Das Vorgehen war analog zu der eingehend beschriebenen Taktik.

Der erste Durchgang

Als dann das Signal zum „All-In“ ertönte begann der 1. Durchgang der diesjährigen Weltmeisterschaft und alle Teams waren merklich angespannt, da keinem so wirklich klar war, wie der Kanal am Ende reagieren sollte. Es sollten sich zunächst einige Vermutungen bezüglich jeweiliger Teamtaktiken bestätigen. Demnach fischten Teams wie Frankreich, Polen oder auch Italien nach einer kurzen Zeit auf der langen Bahn durchgehend auf Kleinfisch. Wieder andere Teams, allen voran Serbien, fischten ausschließlich auf Karpfen.

Für die deutsche U 18 sollte es zunächst wirklich gut aussehen. Alle vier deutschen Angler konnten sich relativ schnell mit Kleinfischen auf zwischenzeitliche Ränge um Platz 2-5 angeln. Doch nach ca. 30 min sollte dann die Zeit der Karpfen kommen. Nach und nach waren immer mehr hoch erhobenen Ruten zu sehen und der ein oder andere Applaus ertönte in der Ferne.

Hoch die Rute

Für mich im D Sektor sollte es an diesem Tag jedoch leider nicht alles ganz rund laufen. Nachdem der vierte Karpfen in meinem Sektor gelandet werden konnte, begann ich vermehrt auf der langen Bahn zu fischen. Bewaffnet mit einer passenden Karpfenmontage fischte ich von nun an relativ statisch auf Karpfen.

Blasen, welche bei dem sehr glatten Wasser vom Futterplatz auftrieben, gaben zu erkennen, dass sich tatsächlich Karpfen an eingebrachten Ködern zu schaffen machten. Keine 30 Sekunden nach der Lokalisierung der besagten Blasen sollte mein Schwimmer dann auch tatsächlich in den Fluten versinken. Was dann folgte war wohl der Albtraum eines jeden Anglers am Kanal. Nach dem Anschlag schoss der eingebaute Hohlgummizug sofort einige Meter aus der Rute. Als der Fisch am anderen Enden dann realisierte, dass er am Haken hing, schoss dieser in einer vehementen Flucht auf die andere Kanalseite. Als schließlich der Gummizug trotz hoch erhobener Rute bereits im Wasser war, passierte das Unglück: Vorfachbruch.

Die gesamte Montage flog mir buchstäblich um die Ohren und ich musste mir erst einmal einige Sekunden Zeit nehmen um mich etwas zu sammeln. Ich hatte also, wie sich später zeigen sollte, den „Siegerfisch“ verloren. Eine schreckliches Gefühl - Aber auch das gehört zum Angeln.

Auf Biegen und Brechen

Nach einigen vergeblichen Versuchen einen weiteren großen Fisch zu haken, fischte ich also auf Kleinfisch weiter und belegte einen 6. Platz im Sektor.

Bei meinen Mannschaftskollegen sollte es leider teilweise nicht besser laufen. Johannes im A Sektor fischte wieder sehr stark auf Kleinfisch und konnte einen 7. Platz belegen. Gäbe es einen Titel für den Trainingsweltmeister... Johannes wäre definitiv ein Anwärter auf diesen Titel. Er konnte im Training fast jeden Tag einen Karpfen überlisten, nur leider fehlten diese im Durchgang, weshalb er nicht an den Bonusfischfängern vorbeikam.

Nick im B Sektor sollte es ähnlich ergehen. Auch er konnte mit Kleinfischen nicht an den Karpfenfängen vorbeiziehen und belegte Platz 7. Auch der C Sektor sorgte für eine kleine Enttäuschung. Michell sollte es ähnlich wie mir ergehen. Auch er verlor einen Karpfen im Drill und wurde auf Platz 11 durchgereicht. Somit resultierte hieraus Platzziffer 31 und Platz 7 in der Mannschaftswertung nach Tag 1. Die Enttäuschung stand uns allen förmlich ins Gesicht geschrieben. Doch was war falsch gelaufen? Lagen wir mit unserer Taktik daneben oder hatten wir zu schlecht gelost?

Aus meiner Sicht ein "nein" zu beidem. Ein Blick in die Ergebnislisten bestätigte uns, dass die Taktik im ganzen aufgegangen war. Die im Vorfeld erhofften 20 Punkte nach dem ersten Durchgang wären mit den zwei verlorenen Fischen in jedem Fall erreichbar gewesen. Doch hätte, wäre, könnte- diese Fische gingen verloren. Dies mag vermutlich an der Unerfahrenheit der Deutschen im Vergleich zu Nationen wie England oder Spanien in Bezug auf Karpfenangeln liegen und am Ende auch am Fehlen des Quäntchen Glücks, was beim Angeln bekanntlich immer eine Rolle spielt. Am Ende hieß es jedoch: Abhaken und nach vorne schauen!

Nervenraubende Karpfendrills - hier Kevin Ebner

2. Durchgang:

Für den zweiten Tag loste Herry die folgenden Verteilung:

A: Nick Unger

B: Brian Überleer

C: Johannes Niemerzia

D: Florian Wenzel

Voller Tatendrang noch etwas gut zu machen, gingen wir alle ans Werk. Wir hatten uns entschieden am Vorgehen absolut nichts zu ändern, da es aus unserer Sicht, wie bereits erwähnt, funktioniert hatte. Als dann das zweite mal an diesem Wochenende das Signal ertönte, begann der zweite Durchgang.

Thorben Wiese im zweiten Durchgang

Ich entschied mich die ersten Minuten mit meiner am Vorabend gebauten "Taumontage" zu fischen. Ich wollte einfach kein zweites mal einen Karpfen verlieren. Nachdem das erste Einsetzen keinen Erfolg brachte, wiederholte ich dies noch einmal und schließlich versank meine Pose nach ca. 2 Minuten Angelzeit. Anschlag- und der Gummizug wurde wieder lang. Nachdem ich die erste Flucht erfolgreich parieren konnte, stand ich mit voller Rutenlänge auf und ging behutsam bis zur hinteren Sektorengrenze, um den  Fisch an die Oberfläche zu bekommen und im Uferbereich zu drillen. Diesmal sollte alles so Laufen wie gedacht. Nachdem der Fisch die Oberfläche passiert hatte, lies sich dieser zügig in den Kescher manövrieren. Ich hatte also nach geschätzten 10 Minuten Angelzeit einen Karpfen gefangen. Leider gab es an diesem Tag noch einen Angler, welcher gleich 3 Karpfen fangen konnte. Dieser gehörte dem serbischen Team an und gewann an diesem Tag den B Sektor mit ca. 6 Kg. Ich wurde mit einigen kleineren Fischen 2ter mit 1,8kg.

Ab ins Netz- Karpfen gelandet

Bei Nick im A-Sektor lief es mit Kleinfischen wieder sehr gut. Doch leider fehlte ihm auch an diesem Tag das Glück zum Bonusfisch und so belegte er Platz 8. Johannes schien zu fliegen was die Kleinfische betraf. Er schaffte es 199 Fische (verkürzt; keine Ukelei) im sonst sehr schwierigen Kleinfischsektor C zu fangen, was ihn auf den Platz 5 bringen sollte.

Der neu eingewechselte Florian hatte die erste Angelzeit mit lästigem Kraut zu kämpfen, konnte sich jedoch ins gute Mittelfeld angeln und fischte eine 7.

Somit hatten wir uns Platzziffer 22 erangelt, was endgültig bewies, dass unsere Taktik doch aufgegangen war.

Eingenetzt!

Die Endergebnisse:

Leider tat sich in Bezug auf das Endergebnis nichts. Trotz der guten Leistung verblieben wir auf Platz 7. Teams wie Serbien waren an diesem Tag sehr stark unterwegs. Fischten diese am ersten Tag noch Platzziffer 40, so erreichten diese am zweiten Tag die unglaubliche Platzziffer 6!!

Die gewohnt konstant starken Engländer gewannen mit zwei soliden Tagen Mannschaftsgold mit 35 Punkten. Frankreich auf dem Silberrang mit einer starken Mannschaftsleistung und auf Platz 3 das serbische Team mit einem überragenden zweiten Tag.

Die Einzelwertungen sollte in diesem Jahr eine Prämiere hervorbringen. So gelang es der Portugisin Joana Ramalho sich an allen männlichen Kollegen vorbeizuangeln und fischte sich souverän mit 3 Punkten zur Einzelweltmeisterin.

Eine Prämiere- Weltmeisterin Joana Ramalho

Silber ging an den Franzosen Nicolas Renard mit 6 Punkten und Bronze an den Engländer George Organ mit 7 Punkten. Für mich persönlich etwas enttäuschend, da mir bei der Siegerehrung klar werden sollte, dass mich der Karpfen tatsächlich den Vizeweltmeistertitel gekostet hatte. Weiterhin war das deutsche Team lediglich 7 Punkte vom Treppchen entfernt, was zusätzlich für eine weitere Enttäuschung sorgen sollte.

Am schlimmsten sollte es jedoch Kevin Ebner aus der U23 treffen. Die gesamte Trainingswoche schaffte es Kevin, mit einer gewohnten Lässigkeit fast als einziger Karpfen an den Haken zu bekommen und diese sicher einzunetzen (Er verlor nicht einen Fisch). So schaffte er es auch am ersten Tag gleich zwei gewichtige Fische zu landen, welche ihn auf Platz 2 brachten und dies auch noch neben dem englischen Topangler Sam Hughes. Alles sah gut aus. Doch dann folgte der zweite Durchgang.

Kevin fischte zunächst auf Kleinfische für die Mannschaft, trotz einer Chance auf den Einzelsieg. Als dann von der Teamleitung das OK zum Karpfenangeln kam, hakte er prompt einen gewichtigen Fisch. Leider schien dieser Karpfen von Außen gehakt zu sein, denn es folgte eine unparierbare Flucht und der Fisch ging verloren. Trotzdem fischte Kevin konzentriert weiter und es gelang ihm erstaunlicherweise noch einmal einen Karpfen zu haken. Diesmal sogar im Maul. Alles sah danach aus als wenn es in den letzten 7 Minuten ein Happy-End geben sollte. Doch dann wurde auf einmal aus heiterem Himmel der Gummizug lasch und der Fisch war weg. Kein Vorfachbruch, kein Abriss, kein Drillfehler- der Fisch war einfach ausgeschlitzt.

Karpfen dieser Größenordnung gab es zu fangen

Betrachtet man dies im Nachhinein ist es unvorstellbar, wie viel Pech eine einzelne Person haben konnte. Einmal mehr zeigt dies, wie nah Erfolg und Misserfolg beieinander liegen können.

Bezogen auf die Teamwertung belegte die U23 den 9. Platz mit 84 Punkten, gefolgt von England auf Platz 10.

Zusammenfassend ist die diesjährige Weltmeisterschaft trotz des eher enttäuschenden Abschneidens eine sehr erfolgreiche Woche gewesen.

Die Menge an neu erworbenem Wissen ist jedes mal groß und allem voran ist es für mich persönlich eine große Ehre in der Nationalmannschaft an den Start gehen zu dürfen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen Sponsoren bedanken, welche uns die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung überhaupt erst ermöglichen. Ebenso bedanke ich mich bei Thomas Unger und Johannes Böhm für die Betreuung und bei meinem Team für die gute Stimmung am Wasser. Hat Spaß gemacht Jungs!

Zu guter Letzt geht ein großes Dankeschön an alle diejenigen, welche mich persönlich unterstützen, den ohne euch ist so einiges nicht möglich.

Ich hoffe auch im nächsten Jahr wieder bei der Wm dabei sein zu dürfen, dann im 2.800 Km entfernten Corouche in Portugal.

Bis dahin wünsche ich allen ein erfolgreiches restliches Angeljahr und volle Kescher.

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