Vorbericht zur Polizei Europameisterschaft in Szeged

  • von Harald Seifert
  • 04. September 2015 um 10:25
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Das deutsche Team, bestehend aus insgesamt 20 Personen, reiste bereits eine Woche vorher an und Anreisewege von 900 - 1300km mussten in Kauf genommen werden.

Das Team aus Nordirland hatte mit 7 Personen in einem PKW und einem Sprinter die weiteste Anreise, eine logistische Meisterleistung.

Die Teams aus England verbanden die 3-tägige Anreise mit einem Besuch von Gent in Belgien und Deggendorf in Bayern. Die von den Walterland Masters bekannte Regattastrecke in Szegde hat einen ausgezeichneten Fischbestand und bietet hervorragende Bedingungen für ein solches Gemeinschaftsfischen. Am Sonntag vorher fanden an dem Gewässer die ungarischen Feedermeisterschaften statt, die natürlich zur Info-Einholung genutzt wurden.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 42 Grad wurde dann ab Montag trainiert. Leider erwiesen sich die Informationen zu dem Gewässer die wir erhalten hatten für dieses Gwässer zu dieser Jahreszeit als grundlegend falsch. So wurden kiloweise vorbestellte Köder für mehrere Hundert € in den Abfall geworfen, da es keinen Sinn machte sie einzusetzen. Die Grünalge stand in voller Blüte und ein Teppich von toten Algen wurde je nach Windrichtung hin und her bewegt.

In dem sehr warm Wasser war einzig der Karpfen die Fischarten die es zu fangen galt, hier entwickelten die Fische eine ungewöhnliche Power. Das Bändigen von einen Wildkarpfen z.B der 2 Kg Klasse stellte besonders beim Stipprutenfischen dem Material alles ab. Bei der Strategie war es Ziel an den zuhauf vorkommenden Katzenwelsen vorbeizufischen.

Einziger Köder der in der Lage war den Boden zu erreichen, war das Solo-Maiskorn. Wurde zu dem Korn ein sonstiger Köder (Made, Pinkies oder Mücke) gehängt, wurde dieser sofort von den Ukeleis attakiert und der Schwimmer stellte sich nicht mehr. Alle anderen sonst vorkommenden Fischarten (Giebel, Skimmer, Graskarpfen usw.) spielten überhaupt keine Rolle, einziger Zielfisch ist der Karpfen mit einem Durchschnmittsgewicht von über 2000 gr.

Da das Reglement der EPFC (European Police Fishing Comitte) vorsieht, dass an einem Tag mit der Kopfrute und am anderen Tag zwingend mit der Rollenrute gefischt werden muss, wurde das Feederfischen am 2. Tag favorisiert. Da es durch die anhaltend starke Strömung in dem Gewässer, hervorgerufen durch den Wind, nur dort möglich war das einzelne Maiskorn ruhig zu präsentieren.

Besonders hierbei galt es zu verhindern das die allgegenwärtigen Katzenwelse sich dem Köder annahmen. Einziger Trost, dass die bis zu 250 gr schweren Stachelbiester in der Wertung sind. Trotzdem wurden in den Aussenbereichen der Strecke Tagesgewichte von über 25 kg gefangen. Also bestand bei den meisten Anglern neben dem Futter (oft mit pürierten Maiskörnern angemacht) die Köder aus bis zu 6 Dosen Mais sonst nichts.

Das Nationalteam besteht aus Christian Spangenberg, Harald Seifert, Ludwig Fröschel, Andreas Ahrend und Michael Kreutz

Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ist es notwendig sich bei der Firma Sensas und dem Engagement von Thomas Engert zu bedanken, die uns großzügig und spontan unterstützten. Nach dem Ausfall eines anderen Futterlieferanten mussten sehr schnell größere Mengen des benötigten Futters verschickt werden, was reibungslos funktionierte.

Allerdings steht bei diesem Event der Austausch von internationalen Erfahrungen und der Vertiefung langjähriger Freundschaften in gleichberechtig zu dem eigentlichen Fischen. Und diesem Gedanken wurde oft und gerne bei typisch ungarischem Essen dem einheimischen Bier und selbstgebranntem Schnaps bis in die frühen Morgenstunden gefrönt.

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